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Ich denke, es ist an der Zeit, mal wieder ein neues Dokument zu beginnen, damit euch die langen Ladezeiten erspart bleiben.



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11.09.2004 Samstag 16:44
Hallo allerseits!
Heute ist der dritte Jahrestag der Anschläge auf das World trade Center & Co. Warum ich das schreibe, weiss ich auch nicht. Jedenfalls machen es die ganzen Zeitungen auch. Die New York Times, die ich hier regelmäßig lese, hat jedenfalls bis ans Ende ihrer Tage ein Abo um den 11. September mit irgendwas zu füllen. Ist schon sehr entspannt für die Redakteure einer Zeitung, wenn die genau wissen, was man am Tag X in der Zeitung bringen kann. Da wird dann mal wieder das übliche Resumee gezogen. Nachdem die Geschehnisse wiederholt und die Fehler der Executive angeprangert wurden, wird beschrieben, was sich seitdem verändert hat. Ob es wirklich besser geworden ist, mit der nationalen Sicherheit und so ... Natürlich alles Quatsch...Wahlkampf ist auch DAS Thema in der letzten Zeit. Mein Vermieter ist da sehr interessiert. Gelegentlich unterhalte ich mich ein wenig mit ihm über Politik und Weltgeschehen. Der Don ist schon sehr witzig. Alles was er sagt, ist sehr seriös, hat Hand und Fuss ... Aber das glauben die meisten nicht, weil der Don immer seine Spässe dabei macht und keiner seinen Humor richtig zu verstehen weiss.
Andere Geschichte:
Die Führerscheinprüfung ist natürlich bestanden! Das war so ein Keks... 24$ zwei Termine. Einmal um den amerikanischen "Theorie" Bogen auszufüllen und einmal um im Auto ein paar Runden um den Block zu fahren. Das krasse war der Fahrzeug-Funktionscheck. Da wird dann überprüft, ob man das Fahrzeug auch technisch beherrscht. Da muss man dann zeigen, wo der Scheibenwischer angeht, wo die Heckscheibenheizung angeht, Handbremse und Blinker ....alles ziemlich lustig.... Und dann darf man ohne einen Nachweis erbracht zu haben, ob man auch wirklich fahren kann, in den richtigen Verkehr starten. Die spinnen die Amis .... Ist schon in Ordnung, dass die hier ihre sehr niedrig liegenden Tempolimits haben. Ansonsten würden sich die netten Kollegen hier alle gegenseitig über den Haufen fahren. :-)
Man merkt es jedenfalls auf den Strassen, dass einigen doch eine gute Fahrausbildung fehlt. Beim Parken ganz besonders. ...man könnte fast meinen, in Amerika fahren nur Frauen Auto ;-))
War nur ein Scherz. (Wie war das, in jedem Scherz steck ein Fünkchen Wahrheit:) Nach der "Prüfung" hat die Dame mir dann den Zettel übergeben, auf dem die Kommentare vermerkt waren, was ich so falsch gemacht habe. Einige mal habe ich beim überqueren einer Kreuzung, den Verkehr wohl nicht genug observiert. Noch ein paar kleinigkeiten. Aber ansonsten war der Zettel mit Smileys vollgekritzelt. "Great drive!" hat sie auch noch drauf geschrieben. :-) Nach zehn Jahren Führerschein (inc. Moped) in Deutschland ist das ja auch das mindeste, was man verlangen kann.;-) Ich habe jedenfalls keinen Schimmer, wie der Haij zwei mal durchfallen konnte.
Gestern habe ich den Stephan Schulte mit Freundin Sarah in San Francisco getroffen. Das war sehr schön! War fast wieder wie zu hause. Wir haben uns in Height\Ashbury getroffen. Das ist das Hippie Viertel, in der Nähe des Golden Gate Parks. Der Ort wo so viele sehensüchtige Träume nach den guten alten Zeiten im Dunst des Drogenkonsums verschwinden. Wir haben erst eine von diesen riesen Pizzen gedrittelt. Hier gibt es in jedem Pizza Laden diese XXL Pizzen für 20$, von denen in der Regel 3 Leute satt werden. War auch recht lecker. Dazu gabs noch ein paar Bud-lights. Nach dem Essen sind wir in eine gemütlich angeschmuddelte Bar gegangen und haben uns den ganzen Abend sehr nett unterhalten. Um 23:30 musste ich leider schon wieder los, um meinen letzten Zug zu bekommen. Es war jedenfalls ein sehr, sehr schöner Abend, bei dem das seltsame Gefühl aufkam, mitten in San Francisco wieder zu hause gewesen zu sein. :-)
Für diejenigen, die die zwei kennen: Den beiden geht es sehr gut und sie geniessen die Zeit hier sehr. Der Jet-Lag plagt die beiden immer noch, weswegen sie auch zemlich müde waren, als ich mich auf den Weg gemacht habe.
Jetzt fällt mir nichts mehr ein. Ich bin auch ein bissel müde, vielleicht habe ich diese Nacht zu viel geschlafen. Dann leg ich mich wohl besser noch was hin. Bis die Tage. Und kommt mich doch alle mal besuchen, wenn ihr sonst nix zu tun habt. ;-)


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13.09.2004 Montag 22:00

Film 1!
Film 2!
Film 3!

Halihallo!
Ich habe mal drei Filme meiner alten (nicht digitalen) Kompakt-Kamera zu Walmart zum Entwickeln gebracht. Dabei habe ich mir dann fuer jeweils 3$ extra, eine Foto-CD dazu machen lassen. Aufgrund meines ueberaus spendablen Gemuets, kommt ihr dadurch nun auch in den Genuss der ersten Bilder, die ich mit meinem Fotoapparillo geschossen habe. Hoffe sie gefallen euch! Bin schon den ganzen Tag und die halbe Nacht hier auf der Arbeit, aber das soll mich nicht davon abhalten euch in den mehr oder weniger spannenden Genuss meiner Bilder kommen zu lassen.
Das ist die eine Sache. Da war aber am Wochenende noch eine andere Sache. Von dem Spieleabend am Samstag in dem ueberaus luxerioesen Haus in San Jose berichte ich dann noch. Ich muss jett erst mal die Bilder mit ordentlichen Titeln versehen. Mal sehen, wie lange das dauert. wenn dann noch etwas Zeit ist, werde ich etwas uebers Wochenende schreiben. ...*bearbeite* OK, die Reihenfolge ist etwas durcheinander gekommen. Aber was noch viel erschrekender ist: Die Website ist voll!!! Es gehen keine Bilder mehr drauf! Ich muss jetzt die Ordner mit den ersten Bildern loeschen. Also werden ab jetzt nur noch die aktuellsten Bilder ueber die Links erreichbar sein. Sorry. Aber da ihr ja wohl eh alle auf dem aktuellen Stand seid, macht das hoffentlich nicht so viel aus. Aber da wir jetzt 22:52 haben, werde ich nix mehr schreiben und mal nach hause fahren. Ich habe heute naemlich nur gefruehstueckt. Ich fange mal wieder an, mich selber zu verdauen.


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19.09.2004 Sonntag 21:43

Ihr werde es nicht glauben, aber es hat heute geregnet!!!!!!!!!!
Echter Regen!!! Echte Tropfen, die vom Himmel fallen! Aus echtem Wasser! :) Das ich das noch hier erleben werde ... wer hätte das gedacht! ;-) Es war übrigens mein allererster Regen hier! Und der hat sogar ungefähr eine Stunde gedauert! Hach ... war das schön! Es hat mich wieder ein wenig an zu Hause erinnert! Habt ihr es gut, dass ihr so oft Regen bekommt! Ich habe mich am Freitag mal ein bischen länger mit der Sekretärin vom Unter-Laborleiter unterhalten. Sie hat mir gesagt, dass in dieser Gegend manchmal bis Dezember kein Regen fällt!!! Da habe ich ja richtig Glück gehabt, jetzt schon etwas davon abbekommen zu haben! Und das aller krasseste ist: Der gesammte Niederschlag pro Jahr beträgt in dieser Gegend 28cm!!! Das haben wir ja manchmal an 3 Tagen! Ich kanns fast nicht glauben! Wieso habe ich überhaupt die 5 Dollar für ein Regencape ausgegeben? ;-) Für 28cm Regen im Jahr brauche ich doch kein Regencape! Die paar Tropfen schaffe ich ja durch meine Körperwärme wegzuverdunsten bevor die überhaupt meine Haut berühren!
Anderes Thema:
Ich wollte ja noch was vom Spieleabend schreiben. (In diesem krassen Haus.) Also, das war so. Als Haij, Farzana und ich das letzte mal in Santa Cruz waren, haben wir dort ein paar Freunde von Farzana getroffen, mit denen wir dort zu Mittag gegessen haben. Die sind allerdings nicht mit an den Strand gegangen, so dass wir nur recht kurz Zeit hatten, mit denen etwas zu quatschen. Die zwei waren aber sehr nett. Sie (Kirsten) studier tin Berkeley Astrophysik und er (Arzim) ist ein Selbständiger und verkauft Computersysteme und hält sie ins Stand. Da wir uns ganz gut verstanden haben, haben wir dann die Telefonnummern ausgetauscht, um bei Gelegenheit mal was zusammen zu machen. Da wurde ich dann also letztes Wochenende am Abend spontan vom Arzim angerufen und gefragt, ob ich nicht Lust hätte, zu einem Spieleabend nach San Jose zu kommen. Da ich auch für den Abend nix anderes vor hatte, bin ich dann in den Bus gestiegen (mit Fahhrad auf dem Fahrradhalter). Ging recht problemlos, hat aber ein Stunde mit dem Bus gedauert. Laut Karte (mapquest.com) war das von der Bussatation nicht mehr besonders weit. (2 Meilen) Da auf der Karte aber keine Höhenlienien eingezeichnet waren, konnte ich im Voraus nicht sehen, dass ich auf einen verdammt hügeligen Hügel rauf fahren musste. Aber als ich dann an dem Haus ankam, dachte ich erst, ich wäre an der falschen Adresse gelandet. Das war ein kleiner runder Platz, auf der Hügelspitze, der von etwa 4-5 Häusern umgene war. Es lächeln mir einen offene Eingangstüre und vier Garagentore entgegen. Mehr war kaum zu sehen. Als ich dann einfach mal in das Haus gegangen bin, war ich schon an der richtigen Adresse.... Aber das war schon etwas komisch. Man konnte von dem Platz draussen nur eine Etage sehen. Sah also aus, wie ein Bungalow. Aber der Schein trügt. Das Haus hat nach hinten raus eine Sicht auf die Stadt (den Hügel herunter) und darunter liegen dann noch zwei weitere Stockwerke, die ebenfalls Fenster raus zur Hügelabgewandten Seite haben. Der Ausblick ist ungefähr so wie der, den man immer in US-Filmen sieht, wenn das Pärchen mit dem Auto bei Nacht auf den Hügel fährt, um beim atemberaubenden Anblick des erleuchteten LAs ein bischen rumzuknutschen. Ihr kennt alle diese Szenen, oder? Das Wohnzimmer hat ungefähr 50 Quadratmeter und ist mit einer offenen Küche verbunden. Natürlich ein Kamin im Wohnzimmer. Alles weiss gestrichen und eine grosse Schwarze Ledergarnitur im Wohnzimmer. Die ziemlich grosse Küche, die über eine Bar mit dem Wohnzimer verbunden ist, hat in der Mitte einen 2Quadratmeter grossen Tisch mit einer 12cm dicken Marmorplatte. Alles extrem luxeriös! Alles extrem riesig! Der Balkon, den man gleich vom Wohnzimmer aus betreten kann hat eine Tiefe von etwa 4-5 Metern und ist etwa 15 Meter breit. Reicht also um eine Balkonparty mit 30+ Leuten zu feiern. Und das war nur die erste Etage. Da befinden sich dann noch ein paar Badezimmer und ein formales Wohnzimmer, das nur für Empfäge benutzt wird und sonst eigentlich unbenutzt brach liegt. Auf der nächst tieferen Etage befinden sich dann die 7 Schlafzimmer und noch ein paar Bäder und allgemeine Räume mit Fittnessgeräten und so. Das Hauptschlafzimmer ist gleich mit einem 20qm grossen Bad verbunden, wo sich in einer Ecke ein Wirlpool befindet. Alles Marmor und man muss ein paar Stufen hochklettern, um den Wirlpool zu erreichen. Gleich nebendran befindet sich auch noch ein begehbarer Kleiderschrank von etwa 10qm Fläche. Da bekommt man also schon einiges rein. Als es dann noch eine Etage tiefer ging, habe ich mich gefragt, was man denn in so einem Haus noch braucht. Es war ja schon alles und mehr als genug auf den beiden ersten Etagen vorhanden. (Etliche Bäder und Gästeschlafzimmer) Aber in der unteren Etage war dann etwas, was ich wirklich nicht erwartet hätte. Eine rechteckge Halle von 200 qm Fläche. Das ist sooo riesig! Das kann man sich einfach nicht vorstellen, wenn man es nicht selbst gesehen hat! Der Vorbesitzer hatte dort ein eigenes Kino. Jetzt wird die Halle von Arzim und seinem Bruder zum Fussballspielen benutzt.
Das Haus haben der Arzim, sein Bruder und sein Vater zusammen gekauft. Alles natürlich sehr edel ausgestattet. Etwas kitschig-edel... mit reht viel Gold und etwas zu blumig ...Aber es macht schon einen sehr luxeriösen Eindruck!!! Wir haben dann mit etwa 10 Leuten den ganzen Abend gespielt. Eine runde von 6 Leuten (inc. Jörg) hat gepokert. Ich habe das zum ersten mal richtig gespielt. War aber sehr cool! Ich war gar nicht so schlecht. Habe eine Menge Plastigeld gewonnen.
Das war ein sehr neues Erlebnis, mal einen Abend in so einer Umgebung zu verbringen. Keine Ahnung, warum die so viel Kohle haben .... aber wie dem auch sei, hier hat eh fast jeder eine Menge Kohle, weiss der Geier woher. Aber der ganze Wohlstand in dieser Gegend ist ja nur den Jungs Bill Hewlett und David Packard (HP) zu verdanken, die 1938 in einer Garage in Palo Alto den Grundstein für das heutige Silicon Valley legten. HP (Hewlett-Packard) kennt ja wohl jeder, oder? Das ist übrigens auch mehr oder weniger die Company, für die auch ich arbeite. Agilent ist ja eine Ausgründung aus Hewlett Packard. Nur, dass Agilent eigentlich das Business betreibt, was HP vor den Tintenstrahldruckern betrieben hat. Als die Drucker so gut liefen, hat man sich gedacht, daraus eine eigene Firma zu machen. Und da das mit den Druckern so eine Markensache ist, hat man sich entschieden der Druckerfirma den Namen HP zu überlassen. Aber eigentlich ist Agielnt das, was Hewlett Packard vor den Tintenstrahldruckern war. DIE High Tech-Technologie Firma schlechthin! Ist schon ziemlich cool, für die silicon-valligste Firma überhaupt zu arbeiten!
Jetzt habe ich wieder so viel über das nicht aktuelle Wochenende geschrieben... Die Holz-Garage, in der Bill und David HP gegründet haben, steht heute übrigens immer noch in Palo Alto. Habe ich heute besichtigt!!! War schon ein sehr komisches Gefühl vor einer Garageneinfahrt zu stehen und auf die schnuckelige Holzgarage zu schauen, in der der Grundstein für die Veränderung und Technologisierung der ganzen Welt gelegt wurde!! Was aus dieser Garage kam, hat Billionen von Euros generiert und so viele Jobs und Wohlstand und Verbesserungen für die ganze Welt geschaffen! Es war ein fast schon spirituelles Erlebniss! Ich musste mich einfach symbolisch verbeugen und den Jungs für all das danken, was sie geschaffen habe!
Für den Fall, dass es einige nicht wissen, was von HP/Agilent kommt: Die optische Maus wurde z.B. von Jakes Boss erfunden. Der Tintenstrahldrucker ist naürlich auch in den HP Labs entstanden. Und noch viele viele andere Sachen....Die Oszilloscope und die Messtechnik von HP haben es erst ermöglich die ersten Computer zu bauen.
Bin schon ein bischen stolz, dass ich für diese Firma arbeite! :-)
Noch was zu diesem Wochenende (ausser der Garagenbesichtigung). Freitag war mit der Gruppe Abschiedsessen für den Zheng.(Praktikant und PhD Student von der Stanford-Uni) (PhD ist der amerikanich Dr.-Ing oder Dr. rer. nat.) Wir waren lecker in einem italienischen Restaurant in Palo Alto essen. Das war sehr sehr lecker!!! Und ich musste nicht mal zahlen! Abends bin ich dann in die Bar gleich um die Ecke gegangen (Dan Brown's) hatte ein bischen Langeweile. Fr. ist da immer Raggae Abend mit ein paar Jungs, die da Djen und ein bischen raggaemäßig dazu Rappen. Habe mir ein paar deutsche "Spaten" Biere getrunken und dem Dan (der Geburtstag hatte)geholfen eine angehende Möpperei unter Kontrolle zu bekommen. Unglaublich ... Die Amis sind alle um 23 Uhr schon betrunken. Wenn die Bars alle um 1:30Uhr zumachen, muss man auch etwas schneller trinken. ;-) Samstag nachmittags war dann Abschiedsbarbeque beim Marco. Marco ist auch Agilent Praktikant, der nächste Woche zurück nach Santa Barbara geht um an seinem PhD weiter zu machen. Das war ganz nett. Er hatte auch alle Kollegen aus seiner Gruppe eingeladen, von denen auch nur ein paar da waren. (Wie auf meinem Geb. Da sind aus meiner Gruppe ja nur mein Manager gekommen.) Die Leute machen wohl nicht so gerne privat was zusammen ;-) Eine philipinische Kollegin vom Marco war aber da. Mutter mit 7 Kindern. Hat eine Tochter mitgebracht. Ziemlich dick. Aber die Mama hat uns (Marco, Jake und mir) die Salsa Basic Schritte beigebracht. Das war richtig cool! Da ich ja Salsa Musik sowieso sehr gerne höre, steht für mich jetzt fest, dass ich das irgendwie lernen muss... Mausi!... Hasimausi, wir müssen unbdingt Salsa lernen :-)) Das macht richtig Spass ... und sieht dabei auch noch sehr sexy aus! Vor allem, wenn ich meine Hüften schwinge ;-)
Heute war dann nur Einkaufen, waschen und Kochen angesagt. Habe mit dem Sohel zusammen eingekauft. Wir waren beide so hungrig, dass wir beide viel zu viel gekauft haben. Aber nachher haben wir zusammen ordentlich gekocht, um den Mamuthunger zu vernichten. Ein Fisch und ein Hühnchen-Curry. Dazu gabs dann noch Reis und eine sehr würzige Linsenpaste.... Sehr lecker! Aber ich habe jetzt vielleicht fiese Blähungen ...von den ganzen Zwiebeln. Es war aber sehr, sehr lecker! Werde langsam ein Fan der indisch/asiatischen Küche! So, reicht jetzt. Ist schon 23:10. Zeit fürs Bett. Gute nacht.


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21.09.2004 Dienstag 22:20

Alle wollen nur Bilder sehen...
Dabei schreibe ich doch viel lieber! ;-) Habe heute mal mit dem Martin in der Schweiz telefoniert. Mal sehen, ob ich seinen Kommentar irgendwie beruecksichtigen kann. Wenn er bei Gelegenheit in diese Onlineberichte schaut, wird er durch die schiere Masse des Textes davon abgeschreckt, den Text zu lesen. Ihr koennt mir ja auch gerne mitteilen, wenn ihr es lieber knapper wuenscht. Ob ich das dann auch befolge, ist eine andere Sache. ;-) Seit heute bin ich offizieller Agilent Praktikant. So richtig mit Vertrag und Bezahlung und so. Die naechsten Tage sind demnach wieder mit einer Menge Papierkram verbunden. Aber das bin ich ja jetzt schon langsam gewohnt. (Wollte mal nachfragen, ob meine aktuellen E-mails angekommen sind, Birger und Tobi?) Ich habe jetzt mal mit meinen 20+seitigen Praktikumsbericht begonnen. Auf englisch versteht sich. Es geht langsam voran.... Muehselig ernaehrt sich das Eichhoernchen. Aber mal sehen, vielleicht gibt es mir ja etwas Uebung, wenn ich die Onlineberichte von nun an in Englisch verfasse, oder? ;-))
Keine Sorge, ich werde euch nicht ueberstrapazieren. Das mache ich ja durch die langen Texte eh schon.
Es wird so langsam uebrigens richtig kuehl hier. Natuerlich nur ueber Nacht. Es geht bis auf 20 Grad runter, koennt ihr euch das vorstellen ;-). Nein, es wird schon etwas kuehler als 20, aber wie viel es genau ist, weiss ich nicht. Jedenfalls zieht es in meiner Bude ein wenig, so dass ich diese Nacht ein paar mal aufgewacht bin, weil es unangenehm kalt war. In Kalifornien gibt es auch Winter. Leider... Zwar nicht so stark, aber er macht sich doch irgendwie bemerkbar. Bin ja mal gespannt, was das im Dezember gibt.


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23.09.2004 Donnerstag 23:36

Hallo zu hause!
Nur noch zwei Wochen!! Dann kommt mich mein Schatzi besuchen!!! Was freue ich mich schon!
Ich weiss nicht, ob ich es schon geschrieben hatte, aber der Angeltrip mit dem Grant, der fuer morgen geplant war, ist leider auf naechste Woche verschoben worden. Aber ich fahre am Freitag nach der Arbeit trotzdem mit auf seine Farm. Ihm ein bischen bei der Walnussernte helfen. Und seinen Compi flicken, der ihm abgeschmiert ist. Das ist auch sehr dringend, da auf dem Rechner ein grosser Teil der Kundendaten drauf ist. Mal sehen was ich da machen kann.
Bei den vielen taegliche Besuchen habe ich ja schon ein richtig schlechtes Gewissen, wenn ich mal nichts schreibe! Dabei gibt es im Moment nicht so viel zu berichten. Wie ihr and der Uhrzeit sehen koennt, haenge ich hier immer ziemlich lange auf der Arbeit rum. Der Praktikumsbericht macht mir schon arg zu schaffen. Ich komme viel langsamer voran als geplant ...Habe eben aber mal wieder etwas ziemlich interessantes unter dem REM (Raster Elektronen Mikroskop) gesehen, was den Sungsoo morgen frueh, wenn er die bilder sieht, ein wenig erstaunen wird. Es macht das ganze wieder ziemlich kompliziert. Ich will euch nicht mit details langweieln. (Darf ich auch nicht) Die Arbei ist jedenfalls imemr noch ziemlich interessant, auch wenn ich im Moment mal wieder nichts gschafft bekomme, wegen der Tipperei.
Ja, der Marco ist jetzt leider auch wieder weg. Der ist zurueck nach Santa Barbara, um an seinem Dr. weiter zu machen. Zur verabschiedung war ich heute mittag mit Marcos Abteilubng beim Inder. Buffet. All you can eat! ;-)) Habe auch ein bischen zu viel gegessen. Langsam kommt der Bauch wieder ;-) Aber das indische essen ist schon ziemlich gut! Wenn man nur nicht immer so fiese Blaehungen davon bekommen wurde!!!! Aber lecker ist es auf alle Faelle! Gibt es eigentlich einen Inder in Grevenbroich oder in Duesseldorf oder in Koelen? Bestimmt! Hoffentlich!!! Sonst bleibe ich hier! ;-))
So, 23:51! Muss gucken dass ich hier raus komme! Laenger als 00:00 will ich hier wirklich nicht bleiben! Tschuess!


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28.09.2004 Dienstag 21:30

Hallo liebe Leute! Sorry, dass ich etwas spät bin mit meinem Wochenendbericht. Aber ich war am Sonntag erst um 1:00 zu hause. Am Montag war ich dann auch wieder bis 23 oder 00:00uhr arbeiten. Weiss ich gar nicht mehr. Ich war so müde. Ich muss ja noch diesen doofen Praktikumsbericht fertig bekommen. Das zieht sich. Habe jetzt 14 Seiten. 6 Muss ich noch. Die ganzen Zeichnungen halten auch ziemlich auf. Also, dann erzähl ich mal, wie es am Wochenende war. Aber vorher noch: Vielen Dank euch treuen Lesern, dass ihr an mich denkt! :-))) Ich habe schon ueber 1000 Hits auf der Website!!! Das freut mich wirklich sehr!!! Ungefähr 10% sind zwar von mir, vom updaten und so, aber es freut mich schon ziemlich! VIELEN DANK :))))) Habe naemlich so langsam das Gefuehl, in Vergessenheit zu geraten. Nach fast vier Monaten macht sich so ein gewisser Abstand breit. Vor allem wenn man nix mehr hoert, aus der alten Welt...(Sorry LL, dass ich noch nicht auf Deine E-mail geantwortet habe. Das mit dem Scholl ist ja echt ein Ding, dass der noch unter die Haube kommt. Ich hoffe, das war nix geheimes;-) Dann ist es jetzt zu spät. :-) Aber ich komm wegen dem Bericht einfach nicht dazu, mich entspannt einer längeren E-mail zu widmen. Kommt aber noch.)
Ich höre ürigens gerade dieses "Weapons of Mass Destruction" Lied von Faithless, glaube ich. Das ist hier im Radio voll der Hit. Da wird der nette Herr Bush zitiert. (Bush: "Saddam Hussein is going to have power over one of the most dangerous Weapons of Mass Destruction"...beats beats..."Weapons of Mass Destruction!"..Dumm Dumm Dumm.... "The world is going on"...beats.. beats."Weapons of Mass Destruction"....) Das ist auch ziemlich lustig! Mir gefällts. Der Bush hat so eine komisch Stimme ...Das hört sich für mich so an, als wolle er seinem Sohn mit sehr viel Nachdruck sagen, dass die Milch im Kühlschrank schlecht ist. : "My son! In the refrigerator are weapons of mass destruction!" Dass kann man überhaupt nicht richtig ernst nehmen. Wie dem auch sei, jetzt läuft wieder Nirvana im Radio. Die sind hier echt noch ziemlich angesagt, trotz Todesfall. vor 10+ Jahren.
Also zu Wochenende:
Am Freitag Abend waren wir erst mal mit Grants Freundin und ihrer jüngsten Tochter Jaqueline (7) essen. In Stockton. Eine nette Kleinstadt mit 250.000 Einwohnern. Also etwa so, wie Aachen. Aber etwas weitläufiger, da es in der ganzen Stadt kein Gebäude gibt, was mehr als zwei Stockwerke hat. Warum auch. Ist ja genug platz da. Das essen in dem Restaurant war klasse! Grant hat mich eingeladen. Habe ein Angus Steak gegessen. Das war einfach herrlich. Die Vikki, Grants Freundin ist auch recht korpulent, wie der Grant auch, nur so nebenbei. Aber beide sehr nett. War schon gleich etwas anders da in Stockton. Ist ja nicht mehr Bay-Area. Die Vikki hat mich dann auch gefragt, wie denn so die Leute in Palo Alto sind. Da habe ich dann nur gesagt Keine Ahnung, die verstecken sich ja immer hinter ihren Gartenzäunen! Das fanden Vikkin und Grant ziemlich lustig, weil es den Nagel auf den Kopf getroffen hat. Vikki hat mich dann gefragt, ob die Leute in Stockton anders sind. Man könnte meinen, dass das nach 2 Stunden Stockton etwas schwierig zu sagen ist. Ist es aber nicht, da man sich gleich nachdem man einmal durch das Restaurant zur Toilette gegangen ist, ein ziemlich gutes Bild machen kann. Die Menschen schauen einen an. Direkt ins Gesicht. UND dabei lächeln sie auch noch. Nicht wie in Palo Alto... wo es nur satte, reiche und unsozile Asiaten gibt.
Nach dem Essen haben wir dann Vikki zu hause besucht. Grant und ich haben mit den beiden anderen Töchtern (17?) und einem der Freunde RISIKO gespielt. Das geht auf Amerikanisch etwas anders. Da ist Amerika in der Mitte der Welt. Nein, war nur ein Scherz. Die Karte sieht eigentlich genau so aus, wie bei uns. Asien ist etwas anders verzerrt. Die Farben der Kontinente sind auch leicht anders. Gewürfelt wird auch etwas anders. Macht nix. Haben um die Weltherrschaft gespielt. Ich habe mir hinterher mit dem "Freund" eine Schlacht um die Welt geliefert. Die eine Tochter war so eine kleine "Alexandra Ende". Sie hat die ganze Zeit das Spiel schon ziemlich ernst genommen. Um so mehr Freude hatte ich daran, sie vom Spielfeld zu fegen. Aber ganz so schlecht verlieren wie A.E. konnte sie dann doch nicht. ;-) Sie ist schliesslich am Tisch sitzen geblieben.
So, dass war dann der Freitag.
Samstag habe ich dann den ganzen Tag damit verbracht, Grants PC zu flicken. Hat aber nicht besonders gut geklappt, da eine Festplatte total fritte war und die andere konnte ich wegen kaputtem extra-PCI controller nicht ansteuern. Abends war dann der Geburtstag eines von Grants Neffen. Bei Grants Bruder auf der Farm. Gleich neben der elterlichen Farm (5mi). Das war ziemlich witzig. Haben lecker Lasagne gegessen. Waren eine ganze menge Familie da. (Läuft gerade "Black Hole Sun"-Soundgarden im Radio... Das Programm ist so cool hier! Ich liebe Amerika für dieses coole Musikprogramm!)
Also, das einzige, was ein bischen anders war, als bei uns, ist: Wenn alle Geschenke da sind, dann sitzen alle in der Runde zusammen und der kleine Scott muss dann vor aller Augen alle Geschenke auspacken und präsentieren. Netter Abend!
Sonntag habe ich dann noch etwas am PC gebastelt. Dann habe ich eine Führung über das Farmgelände bekommen. Der Papa hat über 100 Acre Farmland mit Walnuss- und Esskastanien-Bäumen. Der beliefert hier die ganzen grossen Supermärkte. Hat 12 permanent Angestellte. Ist schon ganz ordentlich. Grant und sein Bruder haben das ganze etwas kleiner. Die machen so 3-10 Pfund Versand übers Internet an Privatkunden. Ich habe dann den Rest des Sonntags dem Grant dabei geholfen eine ziemlich grosse Bestellung von 500 Pfund Esskastanien in 250 Säcke zu packen, a 2 Pfund versteht sich.
Ist schon ganz schön anders das Leben dort. Die nächste Stadt ist 10 Meilen entfernt. Und bis dahin ist alles voller Nuss- und Kirsch- und Kastanienbäume. Meilen lange gerade strassen die durch die Felder von Bäumen führen. Wie man das aus den Filmen kennt. Die Strasse geht so weit gerade aus, dass man das Ende nicht sehen kann, obwohl keine Kurve und kein Hinderniss da ist. Totales Farmland. Aber die Häuser auf den Framen sind auch ziemlich schön. Natürlich alles aus Holz. So richtige amerikanisch Farm-Landhäuser. Aber ich muss schon sagen, nach einer Weile gewöhnt man sich schon ziemlich an den Anblick der Häuser. Die ersten 2 Monate wollte ich ja noch jedes Haus fotografieren, weil es so "amerikanisch" ist. :-) Aber jetzt lasse ich wohl viele schöne Motive unbeachtet am Wegesrand liegen. Na, ja, so ist das eben. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Ich sage gerne: Man gewönt sich an alles! An manches leider viel zu schnell.
So, das war mein Wochenende. Bin Grants Auto am Sontnag abend zurück gefahren. So ein Ac(c)ura fährt sich sehr entspannt. Den bekommen Mausi und ich auch führ unseren Urlaub. Ist fast so, wie ein asiatischer Mercedes. Nur leider frisst der etwas viel Sprit. Aber mit 2,07$ pro Galone (3,75l) geht es wohl noch. Ist immer noch etwas biliger als bei uns. Auch wenn die Kiste leider 14 Liter frisst. Na, ja ... dafür sparen wir ja 500$ Mietwagen Miete. So, muss mich auf das Bett vorbereiten. Ich muss morgen 3 Seiten und ein bischen Arbeit schaffen. Machts gut ihr Lieben!
Euer Lieblings-ami! :)


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05.10.2004 Dienstag 19:10

Hi!
Nur ganz kurz: Ich lebe noch! Ist ziemlich stressig, die letzten Tage vor dem Urlaub einzuleiten. Muss noch diverses auf der Arbeit machen und sonst auch viel zu tun. Vielleicht schaffe ich es noch vor dem Urlaub, ein wenig zu schreiben. Wenn nicht, nicht boese sein. Dafuer gibt es dann hinterher das Road-Trip-Hawaii super special.
Bis die Tage


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10.10.2004 Sonntag 10:10

Hallo ihr lieben Deutschen!
Wir sind gerade in Santa Barbara und lassen uns gleich am Strand unter den Palmen bräunen! ;-)
Es ist gerade der 3. Morgen unserer Rundreise durch das sonnige Kalifornien. Wir waren die ersten beiden Tage in Monterey und Carmel by the Sea. Wir haben eine Menge See Vögel, See-Elefanten, See-Löwen und See-Wale gesehen. Nicht wirklich die Wale, da unere Wale-watching tour wegen zu rauher See abgesagt wurde. Das war sehr schade, aber so ganz ohne Wale war es dann doch nicht, da wir beim Surfer-zugucken im Hintergrund die Wal-Fontänen sehen konnten. Sehr schön! Nur die Surfer waren alles Anfänger ;-) Wir haben eine sehr shöne Tour durch den 17-Mile drive gemacht und konnten dabei eine Menge fetter Bonzen-Villen sehen. Alle mit Blick aufs Meer ... riesige Anwesen. Wer weiss womit die alle ihr Geld gemacht haben...
Nachdem wir dann eine Weile erfolglos nach einer Burito Bude (weil Jörg so verfressen ist <-- by Doro) gesucht haben, sind wir hungrigen Magens nach Santa Barbara gestartet. Über den super geilen Highway Nr. 1. Das ist diese weltbekannt Strasse, die direkt an der kalifornischen Pazifik Küste von Nord nach Süd oder von Süd nach Nord führt (jenachdem von welcher Seite man kommt ... das ist wieder so ein Jörg Humor, den Doro gar nicht lustig findet.)
Ab hier schreib ich jetzt, bevor Jörg noch mehr M...ll von sich gibt ;-) Wir haben viele Stopps eingelegt, um uns die atemberaubende Landschaft anzuschauen. Ein so ein Halt war, als wir Jörgs Artgenossen besichtigen konnten. Ein Strand wo hunderte von Seeelefanten faul in der Sonne lagen und sich die ganze Zeit mit dem heissen Sand beworfen haben. Ein sehr schöner Anblick. Auch ein super Anblick waren die Kitesurfer, die bei einem sehr sehr starken Wind ihre wilden Künste vorgeführt haben. Die hatten es echt drauf. Nachdem wir dann in Santa Barbara angekommen, und unsere Unterkunft belegt haben, sind wir durch Downtown geschlendert und haben uns auf einem Jazzfestival die letzten zwei Songs vom Headliner Randy Crawford angehört. Eine sehr bemerkenswerte Stimme von einer schwarzen sympathischen Soul-Mama. Nach einem leckeren Cocktail haben wir uns auf den Weg ins Hostel gemacht um eine sehr unruhige Nacht zu verbringen. Jetzt sitzen wir nach einem spartanischen Frühstück in einer Couchecke und schreiben kurz unsere Erlebnisse nieder. Wir werden auch in den nächsten Tagen versuchen ein/zwei Minütchen Zeit zu finden, um über unseren Trip zu berichten. Mal sehen, ob wir das hinbekommen und nochmal kostenlos Wireless-Internetzugang finden. Grüssle aus dem Amiland. Doro und Jörg.


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23.10.2004 Samstag 20:40

Aloha! (Alooo-cha ausgesprochen) Nachdem wir nun von einem Luau wiedergekommen sind, haben wir uns gedacht, mal wieder was für unsere Jetzt- und Nachwelt niederzuschreiben. Was ein Luau ist, folgt später, wenn es soweit ist ;-) Erst mal Anschluss an Santa Barbara finden. Soll euch auch schreiben, das ich, Doro, tippe ;-) Leider war es uns fast nie möglich die Berichte zu vervollständigen, entweder durch fehlenden Internetzugang oder fehlender Motivation... ganz schön anstrengend so ein Trip ;-)) Aber nun fangen wir mal da an, wo der letzte Bericht geendet hat. Noch etwas kurz in eigenem Sinne: Danke für die vielen lieben Glückwünsche zu meinen heutigen 22. Geburtstag :-)) Mella, die Grusskarte war falsch ;-))
Also, wir sind beim 4. Tag. Wir sind von Santa Barbara aus direkt ohne Umwege nach Los Angeles gefahren. Eine sehr grosse und unübersichtliche Stadt. Wir haben zwei Nächte im Pacific Sand übernachtet, einem Motel direkt am Santa Monica Beach. Wir hatten ein Zimmer mit potenziellem Blick auf den Ozean. Das Fenster war zum Innenhof raus und nicht zum Strand, da diese Seite zugemauert war (vermutlich wegen dem Lärmschutz... fragt sich nur wer vorm welchem Lärm geschützt werden sollte ;-) ) Da es schon spät war, sind wir nur mal kurz über den Broadway zur 3th Street spaziert. Nette, grelle Einkaufspassage mit vielen Strassenkünstlern und vielen Menschen (mir gefiel am besten der Seifenblasenmann). Ansonsten ist Santa Monica nett und freundlich, ohne Kriminalität und sehr gutem Frühstück (Burrito mit Ei und diversen anderen Dingen und Rührei mit gebratenem Speck...mjam).
5. Tag: Nach dem Frühstück haben wir fast die ganze Zeit im Auto gesessen und sind durch L.A. gecruised: Beverly Hills, Hollywood Sign, Hollywood, Walk of Fame (ganz traurig, da an dem Tag Christopher Reeve gestorben ist. Sein Stern war mit Blumen und mit Superman-Figuren geschmückt und ich hab den von BP nicht gefunden *snief*) und Venice Beach. Venice Beach war mit so das schrillste. Super viele Rumhänger und superviele Künstler, die ihren Kram auf dem Walk verkauft haben. Ansonsten hat uns L.A. nicht so beeindruckt und lohnt nicht viel mehr darüber zu schreiben.
6. Tag: Nachdem wir den Rodeo-Drive (teuerst Einkaufsmeile L.A.´s) abgefahren sind und etwas in Venice Beach einkaufen waren (brauchte doch noch einen zusätzlichen Koffer), haben wir uns auf den Weg nach Las Vegas gemacht. (Der Jörg, also ich, jetzt, hat sich in Westhollywood noch ein ziemlich cooles schwarzes, klasisches, leich spanisch angehauchtes Hemd gekauft. Aufgrund des unübertrefflichen Charmes und der excellenten Handel-Künste konnte ich es dann für 50 anstelle von 99 Dollaren kaufen. :-))..schönes Hemd... ) Jetzt wieder Doro: Auf dem Weg haben wir uns dann noch etwas Zeit genommen um in einem RIESEN Outlet etwas zu shoppen. Bei Reebok haben wir dann so richtig fett zugeschlagen. Jörg ein Paar Basketballschuhe, ich ein Paar Fussballschuhe und kurze Hosen fürs Training. Und das alles für noch nicht mal 75 Dollar (Buhuuu... ich hatte so wenig Zeit um ausgiebig zu shoppen ;-)..) In Las Vegas angekommen, völlig benebelt von den ersten Eindrücken (blink, blink, Lichter, leucht, alles hell), suchten wir erstmal nach einem coolen Hotel. Leider war das preislich nicht machbar, für uns Low-Budget-Urlauber. So haben wir ein ziemlich preiswertes Motel fast mitten in Las Vegas gefunden und uns einquartiert. Schnellstens aufgefrischt und ab in die Stadt, in der Millionen verloren werden, und fast nie einer gewinnt. Es war schon sehr beeindruckend. Die Mottohotels sind soooo riesig und sind sooo gut aufgemacht, das wir aus dem Staunen nicht mehr rauskamen. Als wir dann in das Excalibur gegangen sind, um uns mal das Casino anzuschauen, sind wir fast aus den Latschen gekippt. Überall blinkte, fiepte und rasselte es. Hunderte von einarmigen Banditen und gaanz viele Spieltische. Ein Paradies für Süchtige und Alex ;-). Wir konnten natürlich auch nicht wiederstehen und verspielten jeder 5 Dollar an einem 5-Cent-Einarmigen-Banditen :-). Ziemlich witzig. Danach machten wir uns auf den Weg um noch in ein paar andere Hotels zu gehen, um uns anzuschauen, wie diese von innen so aufgemacht sind. Leider haben wir den Weg aus dem Excalibur nicht gefunden, sind geradewegs ins nächste Hotel, dem Luxor, gekommen und haben mehr als 30 Minuten nach dem Ausgang gesucht. Da kann man sich wirklich verlaufen. Erschreckend gross. Aber zum Glück bin ich ja eine Frau und habe nach dem Weg gefragt (den Wegweiser ;-)..)
7. Tag: Nach einem excellenten Frühstück im Stardust (All you can eat...das richtige für Jörg), fuhren wir zum Grand Canyon. Die fahrt dahin dauerte mehr als 6 Std. Da gibt es nur zu berichten, dass wir unendlich lange gerade Strassen, Wüste und das weite Land aus dem Auto sehen konnten. Ca. 50 Milen vorm Grand Canyon entfernt haben wir nach einer Unterkunft gesucht. Wir sind in einem Motel direkt auf der legänderen Route 66 untergekommen. Sehr nett und sehr sauber. Sind auch direkt schlafen gegangen, da wir am nächten Morgen den Sonnenaufgang um 6.35h am Grand Canyon sehen wollten.
8. Tag: Früh morgens 4.30h aufgestanden *ggäääähn* und uns auf den Weg zur grossen Schlucht gemacht. Dort angekommen mussten wir uns ganz dick anziehen. Es war so kalt, dass der Atem gefror (naja fast). Aber nach Las Vegas, wo es ziemlich warm war, war es am Grand Canyon sehr sehr eisig. Haben dann einen wunderschönen Sonnenaufgang erleben können. Insgesamt war der Grand Canyon das beeindruckenste, was wir bisher gesehen haben. Eine sehr schöne, tiefe, vom Wasser über die Jahrtausende geformte Schlucht. Einfach Wahnsinn. Wir sind mit dem Auto um die ganze Schlucht gefahren und haben sehr oft halt gemacht, um uns an schönen Aussichtspunkten das fette Loch im Boden anzugucken. Das war dann schon auf den Weg zurück nach Las Vegas. Da sind wir auch durch den Zion Canyon gefahren. Das war noch ein Tick besser als der Grand Canyon, da man wirklich durch die Schlucht durch fahren konnte. Sehr beängstigend, da ich immer den Gedanken hatte: Was ist wenn ein Stein von oben, auf das Auto fällt ;-) Aber dennoch schön anzusehende rote Felsen. Wieder in Las Vegas, riefen wir bei einem Hotel-buch-Unternehmen an um doch noch preiswert in ein so schönes Hotel zu kommen. Haben dann ein Zimmer im Frontier bekommen. Wir also darein und Schlüssel erhalten. Im sechsten Stock angekommen ging die Zimmertür mit unserer Karte nicht auf. Nach mehreren Versuchen öffnete uns eine verschüchterte Frau die Tür und meinte nur, mein Mann kommt gleich. Wir uns ziemlich perplex angeguckt. Der Mann kam und nuschelte etwas von Fehlbelegung und das die das Zimmer räumen. Jörg wieder runter zum Check in, um die Sache aufzuklären. Da entschuldigten sich die Angestellen vielmals und gaben uns ein neues Zimmer. Eine Suite für die Unanehmlichkeit die wir hatten. Als Jörg zurück kam, hat das Ehepaar das Zimmer geräumt und wir sind einfach in die Suite gezogen. Eine Suite im grossem Turm im 10. Stock mit Wohnzimmer (ein Fernseher), Kühlschrank, Badezimmer, Bügelzimmer und einem riesigem Schlafzimmer (noch ein Fernseher) mit Blick auf Las Vegas. Einfach traumhaft. Das hat sich gelohnt. Ich hatte sogar im Schlafzimmer noch ein extra Waschbecken mit riesen Spiegel und Fön. Hi hi hi. Wir dann wieder losgedackelt um dann nochmals 5 Dollar an diese Banditen zu verlieren. Haben uns dann die restlichen Hotels noch angeguckt, die wir beim erstenmal nicht geschafft haben. Sehr beeindruckend. Das Venetian z.B. hat sogar einen kleinen Canale Grande vorm Hotel mit eigenen Gondolieries. Völlig platt vom vielen laufen (ist man gar nicht mehr gewohnt nach den ganzen Meilen im Auto) sind wir dann schlafen gegangen. Bzw. ich bin schlafen gegangen und Jörg hat sich dann noch (war gegen 1h nachts) auf die Suche nach etwas essbaren gemacht. Ich schon im Tiefschlaf, als es an der Tür ziemlich heftig polterte. Ich schlaftrunken zur Tür, und wer stand da. Jörg, ziemlich bedröppelt, weil er nicht reinkam. Hat dann letztendlich doch nichts mehr essbares gefunden und sich dabei noch ziemlich verlaufen in Las Vegas. Musste doch schon schmunzeln. Das gibt mal wieder einen Eindruck wie gross die Hotels und Las Vegas sind.
9. Tag: Nach dieser Nacht machten wir uns wieder auf den Weg ins Stardust, um dort mal wieder soviel eaten wie nur möglich. Ich hätte mich rausrollen lassen können, so voll war ich. Aber für ca. 7 Dollar ist es schon ein ziemlich gutes Angebot. Und sehr vielfältig. Und wenn man länger als 11h sitzen bleibt, kann man sogar schon was vom Mittagsbuffet stiebitzen und dann Shrimps und andere leckere Sachen zum Frühstück geniesen ;-) Danach wieder ins Auto um unsere nächste Station, den Yosemite (Dscho-säh-mitti)- Nationalpark, anzusteuern. Auf den Weg dorthin fuhren wir dann durch Death Valley. Leider konnten wir nicht den ganzen Weg dadurch fahren, da die Strasse gesperrt wurde wegen Überschwemmung!! vor zwei-drei Monaten. Und das in einer Wüste ;-). Also sind wir am äusserem Rand dadurch gefahren und waren schon sehr überrascht, dass es da wirklich sehr heiss war. Ziemliche einödige Wüste. Nach einer Weile Fahrt durch die karge, graue und bergige Landschaft, kamen wir an einen Punkt an dem sich Sanddünen bilden. Keine kleinen Nordseedünen, sondern richtige fette Sahara-Dünen. Das war ein Bild. Ringsrum die eben beschriebene Landschaft und inmitten in einem Tal, fette Dünen. In der Mitte ragte eine Sterndüne hervor, die ihren Namen dadurch erhielt, das die von oben wirklich aussieht wie ein Stern. Durch die Berge und deren Winde, wird der Sand dort von allen Seiten angeweht, sodass sich die Düne wie ein Stern bildet. Etwa 50 Meilen vom Yosemite-Eingang entfernt haben wir nach einem Zimmer gesucht. Gar nicht einfach an einem Freitag und dazu noch vor einem Nationalpark, wo soviele Amis ihr Wochenende zum Hiken verbringen. Wir haben dann ein Zimmer in einer Stadt gefunden, die wirklich noch in einer anderen Welt lebt. Eine richtige Westernstadt. Die gehen sogar noch selber das Holz im Wald sammeln/hacken für den Winter. Das Zimmer lag in einem Haus, das aus einer Geisterstadt (Bodie) stammt. Die Zimmer waren im viktorianischem Stil und ich musste doch lachen, als ich das alte Bett (mit Metallgestell und Blümchendecke) und die Waschschüssel mit Wasserkrug gesehen habe. Sehr schön.
10. Tag: Als wir in dieser Westernstadt ein leckeres Frühstück zu uns genommen haben, wollten wir dann doch mal zu dieser Geisterstadt Bodie fahren. Die war einige Meilen weit entfernt. Und das war auch echt cool. Da standen noch fast alle Häuser, die 1930 verlassen worden sind, nachdem 3/4 der Stadt abgebrannt ist. Sogar noch eine alte Fabrik stand da. Es war eine Goldgräberstadt, mitunter die reichtste in den ganzen Staaten. Sogar alte Möbel konnte man durch die noch ganzen Fenster bestaunen. Und hinter jedem Haus stand windschief das Plumsklo. Es gab sogar noch 2-3 Brunnen. Alte Kutschen standen noch in den Garagen rum und in einem kleinen Museum konnten noch viele andere Dinge wie Werkzeug, Kontenbücher und Bankschecks usw. bewundern. Nachdem wir genug gesehen haben, haben wir uns auf den Weg in den Yosemite-Nationalpark (YNP) gemacht. Haben gesagt bekommen, dass es evtl. nichts wird, da dort grade in einem Teil ein grosser Waldbrand war. Aber wir konnten zum Glück bis zu dem Teil des Parks vorfahren, wo wir hinwollten. Wir sind dann eine kleine Runde (ca. 3 Std.) gewandert um nicht in die Dunkelheit zu kommen. Beim Auto angekommen beschlossen wir auch dortdrin zu übernachten. Leider war das alles nicht so einfach, da die Rangers die ganze Zeit die Parkplätze kontrolliert haben. Nach mehreren Fluchten sind wir dann doch noch zu unseren Schlaf gekommen. Leider regnete es die ganze Nacht. Sogar noch am nächsten Morgen regnete es noch, sodass wir dann nicht mehr wandern konnten. Die grossen Bäume (Seqoia) wollte Jörg sich doch nicht entgehen lassen. Nachdem er zwei Regencapes gekauft hat, zwang er mich im strömenden Regen noch zwei, drei Meilen zu wandern um diese Riesenbäume zu bewundern. Es hat sich auf jedenfall gelohnt, denn sowas habe ich echt noch nie gesehen. Die Bäume sind wirklich sehr sehr gross. Mannomann. Nachdem wir dann doch relativ nass die Runde beendet hatten, fuhren wir dann gemütlich nach Palo Alto, zu Jörg nach Hause und fielen totmüde ins Bett.
11. Tag: Nachdem ich dann mal so ziemlich alle Mitbewohner von Jörg kennengelernt habe, machten wir uns auf den Weg nach San Francisco. Sind dort etwas durch die Stadt gefahren und haben dann am Fishermans-Warf geparkt und sind den denselbigen und das Pier 39 abgegangen. Sehr schön und sehr auf Touristisch gemacht. Vorher allerdings waren wir noch bei Ghiradelli´s. Das ist ein Schokoladenhersteller, der für mich bisher die leckerste Schokolade, die ich jemals gegessen habe macht. In dem kleinen Shop bekam man an der Tür so Probetäfelchen. Leckere Schockolade gefüllt mit einer Caramelsauce, die so herrlich dazu gepasst hat, sodass ich direkt nochmal dahin bin, um mir noch ein Täfelchen geben zu lassen. Hätte mich den ganzen Tag von neuem anstellen können *mjam mjam*. Wir hatten auch ein riesenglück mit dem Wetter. Ansonsten immer sehr kalt am Wharf, hatten wir es sogar angenehm warm und sonnig. Nachdem wir uns dann die hunderte von Seelöwen angeschaut haben, die so derbe gestunken und so laut ge-örked haben (ja, in etwa so: örk örk örk örk örk örkörk örk örkörk örk örkörk örk örkörk örk örkörk örk örkörk örk örkörk örk örk) sind wir nach Haight/Ashburry gefahren. Einem Viertel in SF, das ziemlich unkonventionell ist. Hat mir richtig gut gefallen. Danach auch schon wieder nach Hause. Waren dann im Chestnut. Einer Kneipe in der es umsonst Erdnüsse von einem Riesenplüschgorillaroboter gab. Man konnte die Schale sogar einfach auf den Boden werfen. Dementsprechend sah es in der Kneipe auch aus. Die fegen die nie weg. Haben dann einige Runden Billiard gespielt, in denen es hinterher 3-2 für mich stand. Yeah ;-)
12. Tag: Eigentlich wollten wir wieder nach SF. Aber es regnete unentwegt. So haben wir den nächsten Tag einfach vorgezogen und sind in ein Outlet-Center nach Gilroy gefahren. 190 Läden auf einem Haufen. Das ist sogar für mich zuviel ;-) Als ich aus dem Auto austieg, verschlug es mir fast den Atem. Es roch richtig heftig nach Knoblauch. Nachdem Jörg mich dann aufgeklärt hat, dass ich mich nun in Garlic-City befinde, musste ich doch direkt an Alex meinen Schwager denken. Er würde sicherlich gerne dort wohnen ;-) In der ganzen Stadt wird nichts anderes gepflanzt bzw. nichts anderes hergestellt als irgendwelche Garlic (Knoblauch)-Sachen. Das konnte man extrem riechen. Aber zurück zum Shoppen. Haben dann hier kräftig zugeschlagen (Jörg mehr als ich ... hmmmpf). Mein zweiter Koffer war also eine gute Investition. Völlig fertig sind wir dann nach unserer 7 Stündigen Shoppingtour nach Hause gefahren.
13. Tag: Wieder nach San Francisco um die restlichen Sachen anzugucken, die ich noch nicht gesehen habe. Die Lombardstreet runter und einige Runden durch ganz SF. Ich muss schon sagen, dass mir die Stadt sehr gefällt. Hat was kompaktes. Nicht so wie L.A. Abends haben wir uns in Palo Alto mit Jörgs Kollegen getroffen. Sehr nette Leute, mit denen ich mich auf anhieb gut unterhalten habe (trotz meiner Englisch-sprech-komplexe). Waren in einer Bar, in der so ca. 13 Fernseher hingen. Es wurde das Spiel des Jahres im Baseball übertragen. Red Sox Boston gegen die so verhassten New York Yankees. Dementsprechen voll war es auch. Nachdem wir dann für uns sechs guys einen Platz gefunden haben, bestellten wir direkt die legendären garlic-fries. Das sind Pommes in Kräutern und Knoblauch geschwenkt. Sehr sehr lecker. Haben uns ziemlich anschreien müssen um uns zu unterhalten, aber wir wurden dann doch von der Welle der Red Sox mitgerissen und haben uns die Inings angeguckt. Letztendlich haben die Yankees verloren und es ist ein Historischer Tag. Aus verschiedenen Gründen, die ich nicht erläutere, da es soviele sind ;-). Auf jedenfall, war es sehr witzig zu sehen, wie verrückt die Amis auf Baseball sind. Sind dann auch gegen 21h nach Hause, da uns der Grant (Jörgs bester, liebster Kollege, von dem wir auch das Auto bekommen haben) am nächsten Tag um 6.30h abholte um uns zum Flughafen zu fahren. Maui wir kommen :-)
14. Tag: Der Grant hat uns zum Flughafen gefahren. Nachdem wir eingescheckt haben mussten wir durch die Kontrolle, in der wir wirklich alles ablegen mussten. Sogar unsere Schuhe mussten wir ausziehen und den Laptop aus der Tasche holen. Nun gut, iss halt so. Der Flug nach Maui war ziemlich entspannt. Die 5 Std. kamen mir gar nicht so lang vor, lag wohl daran, dass ich die Hälfte der Zeit gepennt habe ;-) Als wir dann auf Maui gelandet sind, war ich erstmal enttäuscht, dass wir nicht so ein schönes Blumenkränzchen bekommen haben. Das war nur für die Pauschalurlauber, die ihr Urlaub über ein Reisebüro gebucht haben...die Spießer ;-) Und dann waren lauter dunkle Wolken am Himmel....buhuuu....nun gut, wir zum Autovermietungsschalter und haben uns für eine Woche ein Auto gemietet. War ein ziemlich gutes Angebot. Sind dann auf die andere Seite der Insel gefahren nach Lahaina. Haben ja hier in einem Hostel reserviert. Eine Jugendherberge, in der es ziemlich relaxed zugeht. Waren gegen 13h da und mussten uns sagen lassen, das zum einchecken nur der Josh helfen kann. Aber der ist erstaml bis 17h surfen. Wir also auf Klo umgezogen und ab zum Strand. Auf der Seite der Insel schien die Sonne und man konnte die dunklen Wolken nur hinter uns in den Bergen sehen. Freuten uns tierisch aufs Wasser, da uns so warm war. Als wir dann die ersten Schritte ins Meer taten, mussten wir schnell feststellen, dass es nix wird mit unserer Abkühlung. Das Wasser ist hier so warm. Draussen eine feucht 30° Hitze und das Wasser hat so ca. 28°C. Haben eine ganze Weile die Surfer beobachtet und haben uns entschlossen, dass auch zu lernen. Schon cool anzusehen. Nachdem wir auch unser Zimmer bekommen haben (sehr schön für eine Jugendherberge und sehr sehr sauber), gingen wir noch was auf der Promenade spazieren.
15. Tag: Wir haben uns in einem Geschäft Schnorchelausrüstungen geliehen. Für 20 Dollar die Woche inklusive einem Schnorcheltrip zu einer Insel, die bekannt ist für die Vielfalt der Tiere im Wasser. Sind danach direkt zum Black Rock gefahren, einer sehr beliebten Schnorchelstelle an einem Strand eines grossen Hotels. Sind dann einfach durch das Hotel an den Strand und haben unser Zeugs angelegt und sind losgeschnorchelt. Direkt nach ein paar Metern seitlich am Felsen lang sahen wir auch schon das erste fasznieriende Geschöpf des Meeres. Eine riesige Schildkröte schwamm an uns vorbei. Wow. Die ließ sich sogar anfassen und hatte keinerlei Scheu vor den vielen Schnorchlern. Wir sind dann ein bissel weiter geschnorchelt und haben verschiedene bunte Fische gesehen, blaue, gelbe, gestreifte uvm. Ich kam mir vor, als ob ich in einem Aquarium schnorcheln würde. Habe dann auch direkt Fotos mit meiner Digicam unter Wasser geschossen. Sind ganz OK geworden, aber auch nicht der absolute Knaller, da man die Farben nicht so sieht. Sind dann noch zu einer Bucht gefahren. Wir mussten seitlich am Freeway parken und durch einen Dschungel laufen um dorthin zu gelangen. Der Dschungel war wirklich beeindruckend mit dem sattem grün un den ganzen Lianen. Ja, sogar ich habe Tarzan gespielt und habe mich auf einer etwas hin und her geschwungen. In der Bucht hab es noch viel mehr Fische zu sehen. Riesenfische, die vor einem herschwammen oder hinterherschwammen. Keine Angst vor nix. Sehr cool. Haben da ein wenig rumgeschnorchelt und sind anschliessend nach Hause und haben uns Nudeln gekocht. Hier kocht in der Gemeinschaftsküche jeder für sich. Es ist, wie schonmal gesagt, alles sauber und sehr relaxed. Zumal das Haus sehr viele Stellen draussen zum Sitzen hat. Und egal wo man hinguckt, überall nur Palmen, Bäume und Grün. Fühlen uns sehr wohl hier. Nach dem Essen sind wir noch kurz runter zu Old-Lahaina. Dort hat Jörg dann meine Geburtstagsüberraschung gebucht. Er hat zwei Karten für ein Luau gekauft. Das ist ein Fest, das aus den alten Bräuchen der Polynesier stammt. Die Karten sind sehr begehrt und sehr teuer. Fand ich aber eine sehr schöne Überraschung.
16.Tag (heute): Mein Geburtstag. Jörg hat mir ein sehr leckeres Frühstück gemacht. Mit leckeren Erdbeeren. Haben ausgiebig gefrühstückt und sind dann wieder zum schnorcheln gefahren. Wieder eine andere Stelle. Konnten ja auch nicht so lange, da das Luau heute gegen 17h begann. Aber das übertraf die anderen beiden Stellen bei weitem. Wir schnorchelten die ganze Zeit durch eine Korallenriff. Das war richtig geil. Habe auch wieder Fotos gemacht, wovon einige ganz brauchbar sind. Als wir dann zurück zum Strand sind, verschwand Jörg mal für ne halbe Std., ohne mir zu sagen, was er macht. Nachdem ich mal nach 20 min. geschaut habe, wo er ist, saß er schwitzend im Auto und sagte, er kommt gleich wieder. Als er dann wieder kam, seine Gitarre in der Hand, sang er mir ein selbstkomponiertes Lied über unser kennenlernen und unsere Liebe. Als weiteres Geschenk zu meinem 22. Das war sehr schön *schmelzdahin*. Eine noch gelungenere Überraschung.


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24.10.2004 Sonntag 21:00

Jörg: Tach zusammen.
Es ist gerade Sonntag Abend, Der Tag "Null", nachdem ich, Jörg (aka Albana) Albuchies, meine ersten Surf-Versuche gemacht habe!!!!
Gleich vorweg: Es war nicht sehr erfolgreich, da nur kleine Wellen und zu kleines Board (Vom Herbergsbesitzer geliehen, der etwas halb so viel wiegt wie ich) aber jetzt gehöre ich dazu... "Hang Loose"...
Wellenreiten ist aber auch einfach zu geil!!!
Ich glaube, ich bleibe noch ein paar Monate hier, mache eine Surfschule auf und lebe ganz gemütlich fürs Welenreiten vor mich hin. Doro lernt dann den Hula Hula und tanzt dann jeden Abend ein paar Runden für mich... So wär es schön. Ihr kommt dann gelegentlich mal zum Urlaub machen vorbei und wir grillen dann alle nett was am Strand. Hier in diesem Hostel hängen so viele Leute rum, die es genau so machen. Hier kommen alle Nase lang Leute rein, die mal eben etwas Arbeit in Laheina suchen (auch finden) und dann hier ein gemütliches Auskommen auf Maui haben. (Aus New York und sonstwo) Wir nehmen das Leben in Europa alle etwas zu ernst. Man kann mit so viel weniger Karriere, Geld und Statusgeilheit glücklich werden. (Viel glücklicher) Man muss nur mal sehen, wie es auch anders geht. Ne... Ne... Neee.... Aber das liegt wohl daran, dass wir in Deutschland nicht so viel warmes Wasser um uns herum haben. Wenn man noch ein bischem mehr nach Osten schaut, zu den Russen ... da ist es noch kälter als bei uns (D´land) und da wird sogar noch weniger gelacht als in Mitteleuropa. Also liegt es ja dann doch wieder nur am Wetter. Aber da die Welt ja aufgrund der Billig-Flüge und der Globalisierung an sich viel kleiner wird, sollte man sich mal ernsthaft überlegen, wo man leben möchte. Schliesslich hat man die Wahl, was wir hier ja von einigen in diesem Hostel eindrucksvoll demonstriert bekommen.
Ich schweife mal wieder ab. Zurück zu den aktuellen Geschehnissen. Also, nachdem Hasimaus so eine schöne Zusammenfassung unserer Erlebnisse gemacht hat, vervollständige ich dass noch ein wenig mit meinen mehr oder weniger erwünschten und mehr oder weniger qualifizierten Kommentaren.
Also gestern Abend, an Mausi´s Geburtstag waren wir bei diesem Luau. Das ist heute eine für Touristen aufbereitete Show, die ein bischen darstellt, wie die Polynesier damals ihre Volksfeste gefeiert haben. Man bekommt drei Stunden lang Unterhaltung von Tänzern und Musikern. Ein bischen Theater und Schauspielerei ist auch dabei. Während man sich dann auf einer Bühne die Show anguckt, kann man sich vom "all you can eat" Buffet kugelrund futtern, was mir natürlich auch gemacht haben. Das Essen war sooooooooooooo gut!!!!!!!!! Ich habe in meinem ganzen Leben noch nie ein so gutes Buffet gegessen. Das hört sich unglaublich an, war aber so. Ihr kennt das doch alle, bei einem grossen Buffet gibts es immer so ein-zwei Sachen, die man so richtig gerne mag, und die dann auch voll lecker sind. Manche andere Sachen sind dann nur so la la... Aber dieses Buffet bestand zu 100% aus den Sachen, bei denen man sich am liebsten an jedem einzelnen Ding satt essen möchte! Unglaublich! Ich habe so viel gegessen, dass ich bestimmt auf dem Rückflug nach San Francisco nicht mehr ins Flugzeug darf. Auch gut, dann kann ich beim Surfen wieder etwas Gewicht absporten
Die Tänzerinnen und Tänzer waren auch richtig gut. Die ganze Show hat einen sehr in den Bann gezogen. Schade, dass diese Kultur nicht mehr für sich alleine existiert. Sehr schade, dass wir bekackten Europäer so über diesen schönen amerikanischen Kontinent hergefallen sind und in ein paar hundert Jahren alles zerstört haben, was über die Jahrtausende gewachsen ist. Wie dem auch sei, es war jedenfalls sehr schön und beeindrucken, sich ein bischen in die Vergangenheit und auf ferne Inselstaaten entführen zu lassen und ein wenig an dieser fremden Kultur teilhaben zu können.
Kommen wir zum heutigen Sonntag. Ich habe ja schon kurz den Beginn meiner Surfer-Karriere angesprochen. Dabei belasse ich es dann auch erstmal.
Den Rest des Tages haben wir damit verbracht , einmal um die Insel zu fahren. Eigentlich sollte es nur der schöne und sehenswerte Weg nach Hana werden. Daraus ist dann aber eine Vulkanumrundung mit einigen Überraschungen geworden. Insgesamt waren es etwa 130 Meilen. Die meiste Zeit davon ging es an der Küste entlang durch Regenwald am Fusse des Vulkanes Haleakala. Regen gab es im Regenwald auch! Natürlich. Daher kommt ja auch der Name. Warme Dicke Tropfen fielen uns auf die Köpfe und haben uns einen waschechten Tropeneindruck beschert. Der Grossteil der Strecke war eine schmale windige unübersichtliche Strasse, die sich durch den sehr dichten Tropendschungel schlängelt. War auch nicht so entspannt zu fahren. Nicht umsonst gibt es T-shirts mit der Aufschrift (I did the drive to Hana). Auf dem Weg nach Hana gab es dann einiges zu sehen. Tropische Wasserfälle, Schlingpflanzen mit Regenschirm grossen Blättern, bunte Tropenvögel, wilde europäische Hühner (die irgendwie bunter sind, als bei uns. Die haben sich in den 200 Jahren der Auswilderung wohl schon der farbenfrohen Tropenvielfalt angepasst), frei auf den Strassen laufende Steaks in Form von lebenden Kühen. Und lustige einsame Stände an denen es Kokusnüsse und Annanas zu kaufen gibt.
Ich habe gestern übrigens meine erste eigene Kokosnuss geknack. Ohne Hilfsmittel und Werkzeuge der wetlichen Zivilisation. Nur einen Stock, einen Baumstumpf und einen Stein. Das schwierige ist, die harte Nuss, so wie wir sie kennen, aus dem dicken bastartigen Mantel zu befreien. Aber die Kokusmilch und das Frucktfleisch entschädigen für die Strapazen. Lecker. Als ich die Nuss endlich befreit hatte, habe ich mich so gefühlt, wie Tom Hanks es in Verschollen/Castaway beim erfolgreichen Feuer machen vorgespielt hat: ICH HABE FEUER GEMACHT!!! --> Ich habe die Nuss geknackt!!!! Davon gibt es auch ein Foto! Das war ein Erlebnis! Für einen kurzen Moment war ich wieder Robinson Cruso! Wie in einem meiner vorgen Leben.
Zurück zu heute: Als wir dann in Hana angekommen waren, sind wir auch gleich weiter, denn das Ereignis "Weg nach Hana" besteht nur aus dem Weg und nicht aus Hana. In Hana gibt es nämlich nichts ausser einer Kneipe, drei Häuser und einem Friedhof. Also weiter. Auf dem Rückweg sind wir dann nicht umgekehrt, um den gleichen Weg wieder zurück zu nehmen, sonder wir sind weiter gefahren, um den Vulkan vollständig zu umrunden. Schliesslich wollten wir ja auch was schneller zu hause sein, und nicht nochmal 2,5-3 Stunden auf den Serpentinen verbringen. Aber nach einigen Meilen wurde uns dann klar, dass der "Weg nach Hana" uns erst bevor stand. Denn die andere Strecke, die auf der anderen Seite des Vulkans nach Hana führt, war ungefähr drei mal so unangenehm. Das lag daran, dass die 50 Meilen lange EINSPURIGE Strasse in BEIDE Richtungen befahrbar ist. Dazu kommt noch, dass 25 Meilen davon asphaltiert sind. Die anderen 25 Meilen sind demnach nicht asphaltiert, was man mit dem Ausschlussprinzip leicht herausfinden kann. (Da Kopfsteinpflaster und Laminat-Strassenbeläge in erster Näherung nicht existieren.) Wir haben dann auch mitten auf der Fahrt gemerkt, dass uns laut Automietvertrag verboten war diese Strecke zu fahren. Zu spät... da mussten wir durch. Als endlich das letzte Stück durchgehend asphaltiert war, haben wir uns beide so sehr über die asphaltierte Strasse gefreut, wie ein verdurstender Wüstendurchquerer, der an eine Oase kommt. Yuhuu ....War aber eine spannende Tour. Anstrengend, aber es hat sich gelohnt. Wir haben auf dem Hinweg auch an einem windigen Strandstück den Profisurfern beim reiten von 4 Meter hohen Wellen zugesehen. Sehr sehr cool!! Eines Tages bin ich auch dabei.


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30.10.2004 Samstag vor Halloween 14:39

Nun steh ich hier ich armer Tor und bin so einsam, wie zuvor!

Mein Spatz´l ist wieder in Deutschland, ich bin hier in Amerika in dem sog. "Land der unbegrenzten Möglichkeiten" (sofern man über unbegrenztes Geld verfügt) und sinniere über meine begrenzten Möglichkeiten. Ich sitze gerade in einem Donut Caffee in dem es kostenlosen Wireless-Internetzugang gibt. Trinke einen riesigen Kaffee-Latte und esse dazu eine leckere gezuckerte Zimt-Schnecke. An der Decke hängt ein riesieger Donut mit einem Durchmesser von etwa 3 Metern. Ob der wohl echt ist?... Mir gehen komische Gedanken durch den Kopf. ... Wäre der echt, und würde er herunterfallen, auf die Leute darunter, dann würden die Köpfe bestimmt in den Donut einsinken. Die Donuts sind so weich und fettig ... Aber wahrscheinlich würde das Gewicht von einer Tonne Donut den Kerl darunter eher vom Stuhl reissen. ... Na, ja ... ging mir nur gerade so durch den Kopf. Es sind gerade noch vier andere Männer in dem Caffee. Einer hat auch seinen Laptop und tippt vor sich hin. die anderen drei und der Kellner gucken Pferderennen auf einem Fernseher. Ist ganz nett hier zum abhängen und Berichte tippen. Die ganzen bunten Donuts hinter der Glastheke lächeln mich an... sie sind sehr freundlich zu mir und versuchen mich mit ihren glänzenden Kleidern aus Schockolade und Zucker zu verführen. Da ich bis auf die Zimtschnecke noch nix gegessen, sind sie sehr attraktiv. Sollten etwa 500 Stück sein. Ich will sie alle essen!!! Ich entspanne mich so langsam ein bischen. Manchmal bin ich etwas elektrisiert, weil ich mir denke, dass ich doch möglichst das Beste aus meiner Zeit hier rausholen sollte. Dann überlege ich die ganze Zeit, was ich denn machen kann... und muss dann immer feststellen, dass ohne Auto und ohne einen richtigen Zugang in die amerikanische bzw. Stanford-Studenten-Gesellschaft einfach nix geht... ausser mit dem Zug nach SF fahren und in der Stadt rumradeln. Der Haij ist auch nicht der geeigneteste dazu, da der so auf sich und sein Studium fixiert ist, dass er keine Freunde hat (das hat auch sicher etwas mit seiner Art an sich zu tun, die auf die Dauer etwas schwierig ist, weil er immer den Manager raushängen lassen will.). Daher ist er auch nicht der richtige, mit dem man was machen kann. Alle netten Agilent Praktikanten sind weg, der Ben ist auch in Guatemala und mein Schatz ist in Germany. Morgen ist Halloween und ich habe keine Ahnung, was ich machen soll.
Ich dachte mir heute, dass ich etwas mehr kreative Umgebung brauche. Jetzt nach dem wunderbaren Urlaub mit meinem Schatz bin ich noch recht entspannt. Mal sehen, was es so gibt, wenn ich hier einfach mal 1-2-3 Stündchen der amerikanischen Donut Kultur zuschaue. Vielleicht fällt mir dann ja was ein.
Ich habe dieses Wochenende zwar noch das Auto von Grant, meinem Kollegen, ich weiss aber nicht, wohin ich fahren soll. Soll ich überhaupt irgendwohin fahren? Vielleicht nach SF um Halloween in der City zu feiern. Hier in Palo Alto ist ja auch nix los. Es feiert zwar jeder irgendwie, aber das sind dann privat Parties. ... auf die man irgendwie eingeladen werden muss... So was wie das Alte Schloss, oder die Feuerwache, wo öffentliche Parties stattfinden, gibt es hier einfach nicht. Es gibt halt keine Sozialkultur in dem Sinne, wie bei uns. (Zumindest in der Bay Area nicht) Schade. .... Sind jetzt zwei Stunden vergangen (mit detaillierter E-mail an meinen Betreuer bezüglich Diplomarbeit schreiben). Es ist nix passiert. Die zwei Süd-Amerikaner, die sich seit einer Stunde neben mir laut auf Spanisch-Brasilianisch-was auch immer unterhalten, gehen mir voll auf den Kekes. Muss jetzt mal raus hier. Ist gleich 18h. Bis die Tage.